Der Film „Seit du da bist“ hat nichts mit dem Club der Polnischen Versager in Berlin Mitte zu tun.

Skandal!
Dank eines Hinweises eines Clubmitglieds mussten wir mit Entsetzen feststellen, dass die ARD/Das Erste in der Reihe „Film am Mittwoch“ einen Film zeigte (Seit du da bist), in dem viele Szenen und wichtige Handlungen in einem Club der Polnischen Versager gezeigt werden. Das fanden die Produzenten wohl besonders originell und lustig. Doch der Club der Polnischen Versager im Film hat nichts mit uns zu tun, es sind nicht unsere Räume, niemand hat uns gefragt, niemand um Erlaubnis gebeten. Wir planen nun rechtliche Schritte gegen die Produzenten und die ARD. In dem Film wird der Club der Polnischen Versager als eine reine Kneipe dargestellt. Der Protagonist, Jarek, der sich selbst polnischer Versager nennt, trinkt Vodka (klar) isst eine Gurke hinterher (natürlich) und singt dabei ein russisches Lied (was sonst). So wird der Club und so werden die Polen dargestellt. Die einstigen Polen-Witze von Harald Schmidt haben dabei fast schon einen angenehmen nostalgischen Hauch im Vergleich zu den filmischen Ausrutschern.

Mit Gruß. CPV-Team

Aktuell: Unser Anwalt hat alle überprüft und wir werden im Fall von „Seit du da bist“ (ARD/Das Erste) doch den Rechtsweg einschlagen. So werden wir um den Namen, der übrigens geschützt ist, und vor allem um den guten Namen des Clubs der Polnischen Versager kämpfen. Hier unsere Argumente:

  • Nicht nur der Name, sondern auch der Charakter (Künstlertreff, Meetingraum, Kommunikationsplattform, interkultureller Treffpunkt), die Entstehungsgeschichte (poln. Künstler im Exil), Philosophie des Clubs (Auseinandersetzung mit der erfolgsbetonten Gesellschaft und die Rolle des Versagens) wurden kopiert und bewusst ins Drehbuch eingebaut, benutzt, um die Attraktivität des Film zu erhöhen (in jeder Rezension wurde der Name CPV besonders hervorgehoben, d.h. es war für den Film ein wichtiger Bestandteil des Werkes).

  • Der Club der polnischen Versager entstand vor 20 Jahren. In diesen 20 Jahren ist uns gelungen uns eine starke Marke zu machen. Diese Marke hat einen echten Hintergrund und eine echte Geschichte des Clubs der Polnischen Versager, zu der nur wir ein Recht haben, ein Recht auch an Wahrheitsgehalt der Inhalte über die Geschichte.

  • In dem Film wird eine völlig andere Geschichte dargestellt, allerdings an unsere angelehnt. Es ist doppelt schlimm. Diese Marke ist international bekannt.

  • Der Club der polnischen Versager ist inzwischen in dem Zentrum für Kultur und Geschichte der Polen in Deutschland “Porta Polonica” als deutsch-polnischer Erinnerungsort und sichtbares Zeichen des polnischen Lebens in Deutschland verzeichnet. Unsere Präsenz ist nicht nur vor Ort, sondern seit jahren in den Medien. Es ist keine Kunst im Netz in wenigen Sekunden herauszufinden, was der Club ist. Einen Zufall in diesem Fall werden wir nicht akzeptieren.

  • Die Genese des Namens, zu der wir auch das Recht haben, wurde anders dargestellt, mit einem Imageschaden für uns. Der Club der Polnischen Versager ist die einzige Institution, die das Recht hat, die Genese des Namens zu bestimmen und zu interpretieren.

  • Der Film zeigt den Club der Polnischen Versager wie folgt: eine Kneipe, mit Kellnern und Betreibern, eine kommerzielle Bar, mit Wodka und Gurken, mit Saufen und auf russisch Singen. Leider dennoch als Räumlichkeiten verwechselbar, denn auch der echte Club der Polnischen Versager ist ein offener Ort.

  • Der Club der Polnischen Versager ist kein kommerzieller Club. Alle Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig. Der Club der Polnischen Versager finanziert sich selbst über Spenden und Mitgliedsbeiträge. Und wie es so oft auf den Plakaten und Flyern stand: “Gefördert von niemand!”

  • Anbetracht der Tatsache, dass der Film im ersten deutschen Fernsehprogramm ARD das Erste  vor Millionenpublikum gezeigt wurde, und die Rezensionen unter anderem in der FAZ, in der SZ und in der Berliner Morgenpost erschienen sind, erreichte die Fehldarstellung des Clubs der Polnischen Versager Millionen Menschen. Zum einen wurden sie irre geführt, zum anderen wurde das Bild des Clubs verfremdet, verändert, verfälscht. Der Schaden für den Club ist immens.

  • Die Darstellung ist für den Club beleidigend. Denn für diese Leute ist der Club der polnischen Versager eine Kneipe. Aber der Club ist seit 20 Jahren einen gemeinnützige, kulturelle Institution. Ein Ort des Vertrauens für Vereinsmitglieder, Unterstütze, Mäzenen. Nun werden sie mit einem Bild konfrontiert, das wir erklären müssen.

  • Seit 20 Jahren sind wir der einzige Club der Polnischen Versager weltweit, einzigartig, exklusiv. Diese Verwechslung ist gefährlich. Nicht nur für den Club, sondern auch für unsere Kooperationspartner, darunter öffentliche Institutionen, Ämter, Ministerien, Stiftungen, Rotes Rathaus, Integrationsbeauftragte von Berlin und unzählige Vereine und Initiativen.

  • Es steht außer Frage, dass dieser Film keine hohe Kunst ist. Eher einfache Kost. Mehr noch, diese einfache Koste bedient sich einfachsten Stereotypen und Vorurteilen, die für Polen beleidigend sind. Polen werden hier  mit Wodka und Gurke in den Händen, besoffen russische Lieder singend. Polen mit Wodka und Gurke sind Vorurteile, die seit Jahren hier in Deutschland nichts zu suchen haben. Es ist beleidigend für alle Polen in Deutschland.

  • Der Name des Clubs der Polnischen Versager war mehrmals an sehr präsenten Stellen zu sehen. Die Attraktivität des Film wurde dadurch sichtbar gesteigert.

  • Die Reduzierung des Clubs auf eine einfache Kneipe ist besonders beleidigend und schädigend für die leute die seit jahren ehrenamtlich im Club tätig sind.

  • Jarek war nie bei uns im Club!

Screenshots aus dem Internet: