Dezember 2004

Mi. 01. Dez. 21.00

Film: „filmpolski“ – Polnisches Kino von klassisch bis neu, von genial bis grauenvoll, immer im Original, immer mit deutschen oder englischen Untertiteln, immer mittwochs, immer 21.00, immer „pay after“ (ca. 1,- Euro).

Diesmal: „Przemiany“ / „Veränderungen“ PL 2003 (OFmUT) psychol

Regie: Lukasz Barczyk, Darsteller: Maja Ostaszewska, Jacek Poniedzialek, Katarzyna Herman, Aleksadra Konieczna, Maria Maj, Wojciech Kalarus, Magdalena Krawczyk.

Spätsommer 2002. Ein junger Mann, Adrian, fährt zu seiner Verlobten aufs Land. Sie wohnt in einem Gutshaus zusammen mit ihrer misstrauischen Mutter und zwei Schwestern. Ohne es zu ahnen und nicht mal zu wollen, kommt Adrian in familiäre Strukturen, und zwischenmenschliche Beziehungen, die er nicht erkennt und wird zum Spielball der Bedürfnisse und der Gefühle der vier Frauen.

Do. 02. Dez. 21.00

Film: „Estnische Filme aus Estland“ – Kurz- und Trickfilme (OFU)

Nimed marmortahvlil

Namen in Marmor

Names in Marble

Estland / Finnland/Estonia / Finland 2002, 90 Min., 35 mm, Farbe/colour, Dolby Digital, estn. OF m. engl. UT/English subtitles

Inhalt

Ein Ausnahmefilm aus Estland: Die bislang teuerste Filmproduktion des Landes, die zum erfolgreichsten estnische Kinofilm aller Zeiten wurde, erzählt eine wahre Geschichte aus dem Jahr 1918, als Estland um seine Unabhängigkeit kämpfte. Eine Gruppe junger Gymnasiasten zieht voller Enthusiasmus in den Krieg. Einer von ihnen, Henn Ahas, zögert zunächst. Er stammt aus einer armen Familie und weiß um den Wert der Bildung. Außerdem ist er heimlich in Marta verliebt, die selbstbewusste Tochter einer wohlhabenden Nachbarsfamilie. Erst als seine Heimatstadt Tartu von der Roten Armee angegriffen wird, erwacht auch in Henn der Patriotismus. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Albert Kivikas, der seit seinem Erscheinen 1936 als Symbol für die estnische Unabhängigkeit gehandelt wird. Für den Film wurde ein großer Teil von Pathos und Patriotismus zugunsten einer zeitgemäßen Darstellung zurückgenommen. Das Ergebnis ist ein starkes Drama über eine entscheidende Phase baltischer Geschichte. Regisseur Elmo Nüganen verzichtet auf viel Dialog und verlässt sich auf die Sprache der Bilder sowie seine exzellenten Darsteller. Mit seinem Film will er zum kollektiven Gedächtnis des Landes beitragen.

Regisseur Elmo Nüganen, Jahrgang 1962, studierte Theaterwissenschaften und Regie an der Pädagogischen Hochschule von Tallinn und hat eine Schulspielausbildung am Staatlichen Konservatorium absolviert. Seit 1992 ist er Künstlerischer Leiter des Stadttheaters in Tallinn und hat für seine Inszenierungen viele Auszeichnungen erhalten. Er gilt als einer der angesehensten Bühnenregisseure Estlands und ist vor allem für seine brillanten Interpretationen klassischer Stücke bekannt. Gleich mit seinem Debüt als Spielfilmregisseur 2002 konnte er einen sensationellen Erfolg verbuchen. „Namen in Marmor wurde mit 168.000 Zuschauern zum erfolgreichsten Film, der je in den estnischen Kinos gelaufen ist. “

Fr. 03. Dez. 21.00

Ausstellungseröffnung: The same procedure as every year…DIE GLEICHSTELLUNG DER WEIHNACHTSFRAU UND DES WEIHNACHTSMANNS

Szymon Brodziak Helmuth Falk Ela Jabłońska Waldemar Kremser Anna Krenz Michael Kurzwelly Jan Poppenhagen Roland Schefferski Judith Siegmund Urban Art

Sa. 04. Dez. 21.00

Konzert: VersagerVerlag presents „Don´t Shelest“ – punkjazz – Adam Gusowski – asax, bcl, elecronic, Jakub Paczkowski – b, Tomasz Ziolkowski – dr.

Die Musik von Don´t Shelest findet ihre Wurzel in dem polnischen Crossover-Punk und in der improvisationsfreudigen Yass-Bewegung in Polen der 90er Jahre. Dennoch ist Don´t Shelest eine durchaus Berliner Band, mit Ecken und Kanten, mit Charme und Schmutz. Ende der 80er Jahre kommen die damals jugendlichen Musiker aus Polen nach Berlin. Nach der Spassband „Los Bigos“ experimentieren sie sehr viel als Künstlergruppe „karton“ mit anderen Künstlern, Malern, VJs und Performern. Parallel arbeiten sie an der Definition und Umsetzung der „kriminellen Musik“. Der Höhepunkt ist das „Internationale Festival der kriminellen Musik“ im Berliner Club ACUD. Ende der 90er, bei dem legendären „2. Festival der polnischen Versager in Berlin“, treffen  sie auf den in Berlin lebenden, polnischen Schriftsteller, Philosophen, FU-Dozenten und Lebenskünstler Wiktor Winogradski. Mit ihm gehen die Musiker für ein Jahr in den Proberaum, um zu seinen Texten Musik zu komponieren. Es entsteht eine energiegeladene teilweise arrangierte, teilweise improvisierte, kantige und melodiöse Musik zu den surrealen und vielschichtigen Texten von Wiktor Winogradski. Viele Konzerte folgen und das Projekt „Don´t Shelest feat. Wiktor Winogradski“ erscheint als CD mit dem Titel „autims“ 2003 im „polnische versager verlag“.

Demnächst geht „Don´t Shelest“ ohne Wiktor Winogradski ins Studio.

Diesmal spielen sie ihre neuen Kompositionen und diesmal auch ohne Wiktor Winogradski, dafür aber mit einer Dia-Show von Kamil Sobolewski.

Di. 07. Dez. 21.00

Literatur: Lesung mit Mareike Krügel und Jam Christoferson

Mi. o8. Dez. 21.00

Film: „filmpolski“ – Polnisches Kino von klassisch bis neu, von genial bis grauenvoll, immer im Original, immer mit deutschen oder englischen Untertiteln, immer mittwochs, immer 21.00, immer „pay after“ (ca. 1,- Euro).

Diesmal: „Dlug“ / „Schulden“ PL 1999 (OF englUT)

Regie: Krzysztof Krauze

Do. 09. Dez. 21.00

Konzert: GHETTO RAGA – Avantgarde Improv

Tom Zunk (waterphone, hand drums, percussion, electronics) Bernhard Christian (e-violin, bandophon, electronics) Andreas von Garnier (modul synthesizer) Thomas Knobl (e-guitar) Thomthom Geigenschrey (e-viola, e-cello, electronics)

Infos unter www.ghetto-raga.de

Fr. 10. Dez. 21.00

Lesung: „Masurenallee“ (Deutsches Kulturforum östliches Europa)

Sa. 11. Dez. 21.00

Butoh-Tanz-Theater: Improvisation mit Butoh Tanz und Musik AMMO-NITE GIG Vol.6

Tanz mit Tanya Calamoneli (NY)  Paige Sorvillo (SFO)  Yuko Kaseki

So. 12. Dez. 21.00

Instalation: „Hella Prokoph“ – Video/Eis/Instalation

Di. 14. Dez. 21.00

Film: „Fenster zum Osten“ – eine Retrospektive des Kurzfilmfestivals

Mi. 15. Dez. 21.00

Film: „filmpolski“ – Polnisches Kino von klassisch bis neu, von genial bis grauenvoll, immer im Original, immer mit deutschen oder englischen Untertiteln, immer mittwochs, immer 21.00, immer „pay after“ (ca. 1,- Euro).

Diesmal: „Ucieczka z kina Wolnosc“ / „Flucht aus dem Kino Freiheit“ PL 1990 OmU

R: Wojciech Marczewski

D: Janusz Gajos, Zbigniew Zamachowski, Teresa Marczewska,

Eine Komödie. Ein Film oder vielmehr seine Darsteller machen sich selbstständig. Sie beginnen einen Dialog mit dem Publikum das wiederum begeistert reagiert. Die staatliche Zensur ist alamiert, doch unfähig angesichts der Unangreifbarkeit des Zelluloids. Eine der lustigsten Szenen ist die offizielle Analyse des Phänomens, die mit dem Bekenntnis endet, daß die Amerikaner wieder einmal die Nase vorn haben. ‚Purple Rose of Cairo‘ wird zur Anschauung gespielt und prompt verläßt der Held erneut die Leinwand, diesmal nicht in Richtung Mia Farrow, sondern zu seinen rebellierenden polnischen Kollegen und das Chaos ist perfekt.

Wojciech Marczewski dürfte in Deutschland weitgehend unbekannt sein trotzdem er bereits 1982 den Silbernen Bären mit dem Film ‚Shivers‘ gewann.

‚Flucht aus dem Kino „Freiheit“‚ sollte als polnischer Beitrag in Cannes laufen wurde aber zugunsten der ‚Zwei Leben der Veronica‘ von Kyslowski zurückgezogen. Was Cannes nicht will, können wir schon lange.

Do. 16. Dez. 21.00

Konzert: Merte Ehlers & Torsten Paper – improvisierte Musik

Fr. 17. Dez. 21.00

Film: „Der zwölfte Tag der Woche“ von  Artur Leszczuk und „Bis auf den Tod und die Scheine“ von Artur Majowski

Sa. 18. Dez. 21,00

Konzert: Johannes Haage – git. Philipp Gropper – tsax, ssax, cl. Richard Koch – tr. Philipp Steen – b. Sebastian Merk – dr.

Das fünfköpfige Ensemble spielt in erster Linie Kompositionen des Gitarristen Johannes Haage. Dichte, oft freitonale, unabhängige Linien werden zu einem Polyphonen Netzwerk zusammen geführt, das auf einem komplexen rhythmischen Fundament steht. Bewußt wird weitgehend auf jazztypische funktionsharmonische Strukturen und Songformen verzichtet. Vielmehr bilden melodische Fragmente, graphische Spielanweisungen oder rhythmische Strukturen der Komposition den Ausgangspunkt für den improvisatorischen Austausch der Musiker untereinander.

Des weiteren spielt das Quintett Kompositionen des New Yorker Altsaxofonisten Andy Laster, die er ursprünglich für seine  Band ³Hydra² schrieb.

Mo. 20. Dez. 21.00

Dia-Vortrag: „Einmal um die Erde und zurück“ – Kinga Choszcz – bookrelease.

Di. 21. Dez. 21.00

Konzert: Joanna Charchan – spielt auf dem Bauch von Lopez Mausere improvisierte Musik

Mi. 22. Dez. 21.00

Film: „filmpolski“ – Polnisches Kino von klassisch bis neu, von genial bis grauenvoll, immer im Original, immer mit deutschen oder englischen Untertiteln, immer mittwochs, immer 21.00, immer „pay after“ (ca. 1,- Euro).

Wie jedes Jahr vor Weihnachten zeigen wir: „Auf Wiedersehen Amerika“ BRD / Polen 1993, 86 min, 35 mm,Regie: Jan Schütte

Auf Wiedersehen Amerika erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Reise. Von New York aus machen sich Isaak, sein Freund Moshe und dessen Frau Genovefa auf nach Polen, alle drei in einem Boot. Sie stranden in Deutschland, feiern Weihnachten in Berlin und landen doch noch in Polen. Aber da ist alles anders. Isaak findet eine Frau und Genovefa eine eigene Wohnung. Am Schluß sind alle für einen Moment happy: in Danzig die einen, in Brighton Beach die anderen. Liebevoll und lakonisch erzählt Jan Schütte in seiner Komödie die gar nicht immer so komische Odyssee der drei Menschen, die schon häufiger in ihrem Leben gestrandet sind und mit Chuzpe immer weiter reisen. In Auf Wiedersehen Amerika ist das Leben eben so wie Moshes Jacke: auf der einen Seite von schäbigem Beige, auf der anderen knallrot.

Fr. 24. Dez. 16.00 (!)

Lesung: „Juliette Literatursalon“

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