Januar 2007

Samstag, 06.05.2006, 21.00

Ausstellungseröffnung: Agnieszka Tomaszewska (Polen/Breslau) – Malerei

(noch bis 19.01.2007)

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Dienstag, 09.01.2007, 21.00

Lesung: „Mrozek fast live“ – der Club der Polnischen Versager liest mal wieder Werke von Stanislaw Mrozek

Im Blickpunkt Mrozeks steht vor allem der Mensch in seinem gesellschaftlichen und kulturellen oder auch sittlichem „Kostüm“. Bei seinem Versuch, die Gesetze zu definieren, nach denen der Mensch in Kleingruppen oder in der Gesellschaft funktioniert, bedient er sich der Parodie ebenso wie des Pastiches. Mrozek erlangte sehr schnell den Titel des führenden polnischen Spötters, dem es meisterhaft gelang, die absurde Wirklichkeit der Volksrepublik Polen zu demaskieren, zu analysieren, und zu kritisieren. Sein Publikum verstand auf Anhieb sämtliche politischen Anspielungen, ja mehr noch, es suchte leidenschaftlich nach ihnen und fand sie auch dort, wo sie heute kaum oder gar nicht mehr erkennbar sind. Mrozeks Werk kreiste immer um die Politik. Er sprach wichtige gesellschaftliche Fragen an, doch appellierte er hierbei auch immer an die Ethik. Er untersuchte die menschlichen Verhaltensnormen, die so überdeutlich im Umgang mit anderen Menschen zu Tage treten und die zugleich gesellschaftlich, politisch und kulturell determiniert sind.

Mittwoch, 10.01.2007, 21.07

Film: „polski film“ – Polnisches Kino von klassisch bis neu, von genial bis grauenvoll, immer im Original, immer mit deutschen oder englischen Untertiteln, immer mittwochs, immer 21.00, immer „pay after“ (ca. 1,- Euro).

Diesmal: „Hi Way“  – Kom. PL 2006, R: Jacek Borusinski

Zwei vermeintliche Filmemacher, Jaco und Pablo, fahren für Dreharbeiten nach Warschau. Bald stellt sich jedoch heraus, dass der „Auftrag“ ein billiger Image-Film für einen mittelgrossen und halbstarken Neureichen ist. Dennoch ist die Fantasie auch in  diesem Fall das alles Entscheidende.

Ein durchaus sehenswerter und komischer Film der beiden polnischen Comedy-Stars aus dem Hause „Mumio“.

Donnerstag, 11.01.2007, 20.30

Zwei Solokonzerte an einem Abend: Hannes Lingens – Akkordeon und Hannes Buder – E-Gitarre

Hannes Lingens bewegt sich mit seiner Musik zwischen zeitgenössischer komponierter Musik und Improvisation. Ohne Rücksichtnahme auf Genregrenzen und mit kindlicher Experimentierfreude stellt er sich der Aufgabe, das Akkordeon von seinen Klischees zu befreien und öffnet damit Augen und Ohren für die Möglichkeiten eines oft unterschätzten Instruments . Hannes Lingens studierte  Schlagzeug bei Günter „Baby“ Sommer und Michael Griener in Dresden. Seit kurzem wohnt er in Berlin.

Stimmen zur Solo-Akkordeon-CD „Hands Up“ von Hannes Lingens:

„This young man is gifted with creativity, of his own poetic vision and something that never goes away, a correct amount of irony. „Renato Belardinelli „There is a light-heartedness, humor and joy which is infectious.“ Guy Klucevsek

www.myspace.com/hanneslingens

Hannes Buder’s Solokonzerte sind spannende und atmosphärische Reisen in ungeahnte musikalische Welten. Inspiriert von Olivier Messiaen, Marc Ribot, J.S. Bach, Michael Nyman, Jimi Hendrix u.a. entwickelte der Gitarrist einen eigenen Stil, bei dem er die Gitarre bis an ihre Grenzen und darüber hinaus ausreizt. Mit seinen Kompositionen verwickelt er den Hörer phantasievoll in eine einzigartige gedankenvolle Klangwelt.

diskographie: „changes“ (2001); „dunkelbunt“ (2004); „openyoureyescloseyoureyes“ (2006)

www.hannesbuder.de

Freitag, 12.01.2007, 21.00

„Das Wohnzimmer der Polnischen Versager“ – Film/Lesung/DJs/Radio ohne Sender

Samstag, 13.01.2007, ab 21.00

„Das Wohnzimmer der Polnischen Versager“ – Film/Lesung/DJs/Radio ohne Sender

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Dienstag, 16.01.2007, 21.00

Lesung: „Mrozek fast live“ – der Club der Polnischen Versager liest mal wieder Werke von Stanislaw Mrozek

Im Blickpunkt Mrozeks steht vor allem der Mensch in seinem gesellschaftlichen und kulturellen oder auch sittlichem „Kostüm“. Bei seinem Versuch, die Gesetze zu definieren, nach denen der Mensch in Kleingruppen oder in der Gesellschaft funktioniert, bedient er sich der Parodie ebenso wie des Pastiches. Mrozek erlangte sehr schnell den Titel des führenden polnischen Spötters, dem es meisterhaft gelang, die absurde Wirklichkeit der Volksrepublik Polen zu demaskieren, zu analysieren, und zu kritisieren. Sein Publikum verstand auf Anhieb sämtliche politischen Anspielungen, ja mehr noch, es suchte leidenschaftlich nach ihnen und fand sie auch dort, wo sie heute kaum oder gar nicht mehr erkennbar sind. Mrozeks Werk kreiste immer um die Politik. Er sprach wichtige gesellschaftliche Fragen an, doch appellierte er hierbei auch immer an die Ethik. Er untersuchte die menschlichen Verhaltensnormen, die so überdeutlich im Umgang mit anderen Menschen zu Tage treten und die zugleich gesellschaftlich, politisch und kulturell determiniert sind.

Mittwoch, 17.01.2007, 21.07

Film: „polski film“

Polnisches Kino im Club der Polnischen Versager von klassisch bis neu, von genial bis grauenvoll, immer im Original, immer mit deutschen oder englischen Untertiteln, immer mittwochs, immer 21.00, immer „pay after“ (ca. 1,- Euro).

Diesmal: „Wszyscy jestesmy Chrystusami“ / „Wir alle sind Christusen“, Kom. PL 2006, R: Marek Koterski

Die Fortsetzung des unschlagbaren „Tag eines Narren“ / „Dzien swira“, einer der besten polnischen Komödien der letzten Jahre. Doch leider, leider, leider… Aber sehen Sie am besten selbst, denn sehenswert ist der Film allemal.   

Donnerstag, 18.01.2007, 21.00

„Das Wohnzimmer der Polnischen Versager“ – Film/Lesung/DJs/Radio ohne Sender

Freitag, 19.01.2007, 21.00

„warm up for brain“ – DJ Adamgus mit Musik vom „mozg“-label & frainds

Heute bereiten wir uns und euch auf das morgige Highlight und legen Musik auf, die in den polnischen 90ern wie kaum eine andere neuen Wind in den polnischen Jazz brachte. Heute wird YASS aufgelegt, eine Mischung aus Punk, Jazz, Elektronik, tonal und atonal, rhythmisch und arhythmisch. Egal wie man das nennt, an Energie hat es damals nicht gefehlt und da zittern die die CDs immer noch.

s. auch Veranstaltungshinweis vom 20.01.2007

Samstag, 20.01.2006, 21.00

21.00 Uhr (pünktlich)

„rent a brain“

„mozg“ (poln.: Gehirn) ist nicht nur Klub, nicht nur Informationsbörse, nicht nur  Verlag und Keimzelle einer der wichtigsten Erscheinung aus dem Hause „polish jazz“ der YASS-Bewegung nämlich, „mozg“ steht für die polnische Off-Kultur der 90er Jahre, für Musik, Film, Performance und Kunst.

Aber „mozg“ ist ein Täter, Opfer und Zeuge zugleich in dem Prozess von Traum bis zum Untergang einer „freien“ Kunst im „neuen“ Polen der 90er Jahre.

„mozg in concert“ – „Slawek Janicki Quintet“ – yass / „polish jazz“

mit Joanna Charchan – as/ss, Tomasz Glazik – ts, Tomasz Pawlicki – p, Qba Janicki – dr, Slawek Janicki – db

special guest Wojtek Zamiara – performance

Wie zu besten „mozg“-Zeiten treffen sich auf der Bühne die wichtigsten Vertreter und die Erben des „mozg“-Labels (www.mozg.art.pl).

23.00 Uhr

„mozg in document“

Dokumentarfilme über den wohl wichtigsten polnischen Club der auch in Polen wilden 90er Jahre – „mozg“ in Bydgoszcz/Bromberg  und im Anschluss: ein Gespräch mit Slawek Janicki – Mitbegründer und Leiter von „mozg“.

eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem „Polnischen Institut Berlin“


Dienstag, 23.01.2007, 21.00

Lesung: „Mrozek fast live“ – der Club der Polnischen Versager liest mal wieder Werke von Slawomir Mrozek

Im Blickpunkt Mrozeks steht vor allem der Mensch in seinem gesellschaftlichen und kulturellen oder auch sittlichem „Kostüm“. Bei seinem Versuch, die Gesetze zu definieren, nach denen der Mensch in Kleingruppen oder in der Gesellschaft funktioniert, bedient er sich der Parodie ebenso wie des Pastiches. Mrozek erlangte sehr schnell den Titel des führenden polnischen Spötters, dem es meisterhaft gelang, die absurde Wirklichkeit der Volksrepublik Polen zu demaskieren, zu analysieren, und zu kritisieren. Sein Publikum verstand auf Anhieb sämtliche politischen Anspielungen, ja mehr noch, es suchte leidenschaftlich nach ihnen und fand sie auch dort, wo sie heute kaum oder gar nicht mehr erkennbar sind. Mrozeks Werk kreiste immer um die Politik. Er sprach wichtige gesellschaftliche Fragen an, doch appellierte er hierbei auch immer an die Ethik. Er untersuchte die menschlichen Verhaltensnormen, die so überdeutlich im Umgang mit anderen Menschen zu Tage treten und die zugleich gesellschaftlich, politisch und kulturell determiniert sind.

Mittwoch, 24.01.2007, 21.07

Film: „polski film“ OFFPolska

„Filmowe Podlasie atakuje“ / „Filmisches Podlasie atakiert“

PL 2005/6, Kurzfilme, 120 Min., OmÜb

Krzysztof Sienkiewicz und Maciej Rent, beide Regisseure der Filmgruppe werden persönlich anwesend sein.

(Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Kornel Miglus von dem Polnischen Institut Berlin)

Polnisches Kino von klassisch bis neu, von genial bis grauenvoll, immer im Original, immer mit deutschen oder englischen Untertiteln, immer mittwochs, immer 21.00, immer „pay after“ (ca. 1,- Euro).

Donnerstag, 25.01.2007, 21.00

„Das Wohnzimmer der Polnischen Versager“ – Film/Lesung/DJs/Radio ohne Sender

Freitag, 26.01.2007, 21.00

Konzert: A SKETCH OF BREL – Gruppe HÖRSTURZ spielt die Musik von Jacques Brel

Die Annäherung an diese legendäre Sängerpersönlichkeit ist nicht einfach. Brel entpuppt sich als Mensch der Widersprüche: Bürger voller Räsonnements seinem Stand gegenüber, Wahrheitssuchender im Kampf gegen die Lüge, Lebemann und Aussteiger in einer Person. Triumphal waren seine Konzertauftritte, skandalös seine Attacken gegen die flämischen Nationalisten, erfreulich seine Leistungen als Filmschauspieler, intensiv sein Leben als Bon- vivant und Kettenraucher. Ein Mythos umgab ihn schon zu Lebzeiten, genährt aus der Konsequenz seiner Auffassungen und seiner Lebensbrüche. 1929 in Brüssel geboren, setzte er ab 1953 in Paris die Intensität des Vortrages, die Darstellung seiner Chansons durch, wurde er zu einem der bedeutendsten französisch-sprachigen Sänger. Dann – auf dem Höhepunkt 1966 – wandte er sich von der Musik ab und der Schauspielerei zu. 1974 ging er mit einem Segelschiff auf die große Reise Richtung Südsee, lebte als Sportpilot sein Leben. 1977 – überraschend – kreierte er eine letzte Schallplatte, 1978 – zerfressen vom Lungenkrebs – fand er in Tahiti seine letzte Ruhestätte. Indem die Gruppe HÖRSTURZ die Musik des Jacques Brel ohne Gesang bearbeitet, bürstet sie ihn eigentlich gegen den Strich. Legendär waren Brels Auftritte voller Hingabe und Intensität, die gestische Wucht seines Vortrages, die poetischen Texte. Das begründete seinen Ruhm, nicht seine Musik. Die größte Faszination übt Brel deshalb auf Künstler aus, die in sich das Talent des Schauspielers/Sängers vereinigen. Dabei werden kaum Entdeckungen gemacht. Anders dagegen HÖRSTURZ. Indem die Gruppe die Musik des Jacques Brel ohne Gesang bearbeitet, thematisiert sie eine Facette der Kunst Brels, die nicht das Zentrum seines Mythos´ bildet. Die Beschränkung auf den allein musikalischen Gehalt der Chansons öffnet eine neue Dimension der Auseinandersetzung mit Brel. Auch in seiner Musik liegt etwas Unverwechselbares, HÖRSTURZ entdeckt in ihr Räume für neue Ausdeutungen. Das Trio nähert sich den historischen Vorlagen voller Respekt, aber die Absicht ist, sie zur Grundlage moderner, improvisierter, eigener Musik zu machen. In Kenntnis der Lebensgeschichte Brels, der Texte seiner Chansons, entsteht in der Interaktion des Jazz-Trios etwas völlig Neues. In der freien Annäherung an seine Musik, im improvisatorischen Spiel der drei Instrumente, erhält die von Brel entwickelte Musik neue Ausdruckskraft. Suchend, tastend erarbeitet sich HÖRSTURZ das musikalische Material. Im gemeinsamen Musizieren wird reflektiert, meditiert und im schöpferischen Zeitfluss neue, emotionsgeladene „Räumlichkeit“ kreiert. Dieser prozesshafte, musikantische Umgang der Jazz-Musiker mit den Brel´schen Kompositionen bewirkt Schründe, Kerben, Abschabungen und Freilegungen. Verletzlichkeit, empfindliche Zärtlichkeit, Leidenschaft und Abgeklärtheit werden in Brels Musik deutlich. Die Bearbeitung durch die Gruppe HÖRSTURZ ergibt keine Stromlinien-Musik; sie ist entspannt und poetisch, gleichzeitig leidenschaftlich und schroff. Sie skizziert einen einzigartigen Künstler, der als naiv und durchtrieben, verführerisch und aggressiv, bescheiden und hochmütig beschrieben wurde. Der als Mensch voller Widersprüche litt und lebte, aber auch aus diesen eine faszinierende Lebendigkeit schöpfte. Indem die Gruppe HÖRSTURZ diese spezifische Emotionalität freilegt und neuzeitlich entfaltet, wird Jacques Brel – ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod – wieder zum Zeitgenossen.

Samstag, 27.01.2007, 21.00

Konzert: „Terzet“ …is all about a sonic, ever changing, contradictory and absurd flux of sound.

Musicians:

Carlos Sandoval – gloves with sensors, live electronics (Mexico)

Anat Cohavi – bass clarinet, extended soprano saxophone, tenor saxophone (Israel)

Oori Shalev – percussion, drums (Israel)

Infos und Musik unter www.the-tilt.com/terzet.htm

Dienstag, 30.01.2006, 21.00

Lesung: „Mrozek fast live“ – der Club der Polnischen Versager liest mal wieder Werke von Slawomir Mrozek

Im Blickpunkt Mrozeks steht vor allem der Mensch in seinem gesellschaftlichen und kulturellen oder auch sittlichem „Kostüm“. Bei seinem Versuch, die Gesetze zu definieren, nach denen der Mensch in Kleingruppen oder in der Gesellschaft funktioniert, bedient er sich der Parodie ebenso wie des Pastiches. Mrozek erlangte sehr schnell den Titel des führenden polnischen Spötters, dem es meisterhaft gelang, die absurde Wirklichkeit der Volksrepublik Polen zu demaskieren, zu analysieren, und zu kritisieren. Sein Publikum verstand auf Anhieb sämtliche politischen Anspielungen, ja mehr noch, es suchte leidenschaftlich nach ihnen und fand sie auch dort, wo sie heute kaum oder gar nicht mehr erkennbar sind. Mrozeks Werk kreiste immer um die Politik. Er sprach wichtige gesellschaftliche Fragen an, doch appellierte er hierbei auch immer an die Ethik. Er untersuchte die menschlichen Verhaltensnormen, die so überdeutlich im Umgang mit anderen Menschen zu Tage treten und die zugleich gesellschaftlich, politisch und kulturell determiniert sind.

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