September 2005

Donnerstag, 01.09.2005, 21.00

4. Jahrestag des Clubs der Polnischen Versager

Die offizielle Eröffnung des „Deutschen Jahres der Polnischen Versager“

anschl. DJ Manio

Freitag, 02.09.2005, 21.00

Ausstellungseröffnung: Barbara Schymura – Malerei

(Die Ausstellung noch bis 15.09.2005)

Samstag, 03.09.2005, 21.00

Konzert: „K-off“ clubsound meets cello

auf selbstgebauten e- und blechcelli werden die selbstproduzierten halbplaybacks mit virtuosem handwerk live ergänzt. ob mit bassgrooves, rhtmischem akkordspiel, oder verfremdeten cybersounds oder solos,  k- off nutzt die vielseitigen musikalischen Erfahrungen

( jazz, soul, funk, filmvertonung ).

“ der jimi hendrix des violoncello“

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Montag, 05.09.2005

Vereinssitzung, Anfragentag (20.00 bis 22.00)

Dienstag, 06.09.2005, 21.00

Bühne: „Teatr“ – ein Monodrama von und mit Kasia Zielinska

Mittwoch, 07.09.2005, 21.00

Film: „polski film“

Polnisches Kino von klassisch bis neu, von genial bis grauenvoll, immer im Original, immer mit deutschen oder englischen Untertiteln, immer mittwochs, immer 21.00, immer „pay after“ (ca. 1,- Euro).

Diesmal: „Ferdydurke“ PL 1991 (OFU) R: Jerzy Skolimowski

Eine Filmadaptation des gleichnamigen Romans von Witold Gombrowicz

Der Held ist der 30-jährige Autor Józio, dessen Erstling von der Kritik als künstlerisch unreif abgetan wurde, wird von Schulmeister Pimko in einen 17-Jährigen verwandelt und nochmal auf das Gymnasium geschickt. Dort ist er gezwungen, die Qualen  einer altmodischen, geisttötenden Schulausbildung über sich ergehen zu lassen. Seine Mitschüler Syfon und Mjentus zetteln einen pubertären Streit an, der in einem Duell im Grimassenschneiden und in einer Schlägerei endet. Die zwangsweise »Popoisierung« Józios wird fortgesetzt, als er von Pimko als Logiergast in dem »progressiven« Haushalt der Ingenieursfamilie Mlodziak (Jungmann) untergebracht wird. Mit großer Mühe befreit er sich von dem ihm aufgezwungenen Verliebtsein in die »moderne« Tochter des Hauses, die Oberschülerin Sutka, als er durch eine Intrige Pimko und einen Mitschüler nachts in Sutkas Zimmer einbestellt und einen Skandal inszeniert; das Doppel-Rendezvous endet im Chaos und Handgemenge. Zusammen mit Mjentus, der von der Idee besessen ist, sich mit dem Volk zu verbrüdern, zieht Józio aufs Dorf, wo es sie zum Landsitz seiner aristokratischen Verwandten verschlägt. Der Versuch von Mjentus, sich mit einem »Bauernbengel« zu verbrüdern, bringt die althergebrachte Ordnung der Landadeligen ins Wanken und führt zu einem Aufruhr unter den Bauern.

Donnerstag, 08.09.2005, 21.00

Filmabend: Kurzfilme von Grazyna und Ralf Sander

Wilki i bolszewiki albo wilcy i bolszewicy          8min.

Bodynaut 16min.

Geheime Gärten 17min.

Matrix unguis   6min.

Grażyna läuft   2min.

Freitag, 09.09.2005, 21.00

Konzert: Jarno Stiddieu – Elektro-Orgel- Ensemble

Samstag, 10.09.2005, 21.00

Klubabend mit DJ Manio (DJ des Clubs der Polnischen Versager mit nichtwesteuropäischer Musik)

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Montag, 12.09.2005

Vereinssitzung, Anfragetag (20.00 bis 22.00)

Dienstag, 13.09.2005, 21.00

Lesung: „Bill Martin presents…“ – ein Literaturabend mit Mariusz Grzebalski (PL), Donna Stonecipher (USA), Emanuel (FR)

Mittwoch, 14.09.2005, 21.00

Film: „polski film“

Polnisches Kino von klassisch bis neu, von genial bis grauenvoll, immer im Original, immer mit deutschen oder englischen Untertiteln, immer mittwochs, immer 21.00, immer „pay after“ (ca. 1,- Euro).

Diesmal: „Zemasta“ / „Die Rache“ PL 2002 (OFU) R: Andrzej Wajda, D: Roman Polanski, Janusz Gajos, Andrzej Seweryn, Katarzyna Figura, Agata Buzek

Eine Filmadaptation des gleichnamigen Romans von Aleksander Fredro

Donnerstag, 15.09.2005, 21.00

Comedy: Yupp Regeler – Comedy-Magic-Show

yupp-er besitzt ein angenehmes äusseres, erweist sich sowohl unermüdlich beim tanzen als auch unaufdringlich gebildet im gespräch. er bringt es fertig, gleichzeitig die frauen und die gerechtigkeit zu lieben, was nicht einfach ist. er betreibt sport und ist den schönen künsten zugetan. ein mann in den besten jahren, der sich einer ausgezeichneten gesundheit erfreut. er ist einer der grossen neuerer,der sich um wirkliche, gediegene zauberkunst bemüht und zum vorbild für generationen nach ihm werden wird. und dennoch…..seine wunder machen so gar keinen sinn. sie geben eher rätsel auf und man sollte sich bei yupp nicht fragen:´wie macht er das?` sondern´warum macht er das?`

-warum zieht er sich in aller öffentlichkeit einen schmerzhaften, offenen bruch zu?

-warum lässt er eine bierflasche den abdominalbereich einer zuschauerin durchdringen?

-warum unterhält er sich mit einem just gezeichneten gesicht?

nun die antwort kann nur lauten:   ´weil er es kann!!`

eine stand-up comedy magic show von und mit dem faulen zauberer`yupp`

-gute musik

-flache gags

-dirty tricks

-sex und trickverrat      dauer ca 90 min mit pause

Freitag, 16.09.2005, 21.00

Ausstellungseröffnung (die Ausstellung noch bis 28.09.2005) und Lesung: „Kasimir-Mataev-Projekt“ mit „Paris sehen und gehen“

Plakate/Zeichnungen, anschl. DJ Nordpolzigeuner

Samstag, 17.09.2005, 21.00

Litauen: „Litauischer Abend in Bild und Ton“ – von Mona Filz, anschl. DJ

 

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Montag, 19.09.2005

Vereinssitzung, Anfragentag (20.00 bis 22.00)

Dienstag, 20.09.2005, 21.00

Buchpräsentation: „Bitte 4cl von deiner Liebe für meinen Tee“ – Natalia Domagala (Tenea Verlag)

Mittwoch, 24.09.2005, 21.00

Film: „polski film“

Polnisches Kino von klassisch bis neu, von genial bis grauenvoll, immer im Original, immer mit deutschen oder englischen Untertiteln, immer mittwochs, immer 21.00, immer „pay after“ (ca. 1,- Euro).

Diesmal: „Dreszcze“ / „Schauder“ PL 1981 (OFU) R: Wojciech Marczewski

Eine polnische Provinzstadt in den 50er Jahren. Der 13jährige Tomasz ist ein scheuer, nachdenklicher Junge. Er versteht nicht, warum sein Vater, der während des Krieges Mitglied der Volksmiliz war, von Beamten des Sicherheitsdienstes verhaftet wird. 1956 verbringt er die Sommerferien in einem Pfadfindercamp, das von einer unangenehmen Atmosphäre geprägt ist, in der bei den Versammlungen Indoktrination und Ermunterung zur Denunziation auf der Tagesordnung stehen. Der Steinwurf eines Jungen, der eine Fensterscheibe zum Opfer fällt, wird als Provokation gewertet. Da sich Tomek an der Verfolgung des Übeltäters nicht beteiligt, wird er gemaßregelt. Er fühlt sich bedrängt, weshalb er in der Nacht fiebert. Als Tomek mit einigen Jungen heimlich Radiosender abhört, erfahren sie von der „Stimme Amerikas“, dass in Posen Streiks ausgebrochen sind. Der dogmatischen Lagerleiterin wird erklärt, dass die Partei ihre Fehler eingestehen und unhaltbare Dogmen über Bord werfen wird müssen. Die Lagerleiterin zeigt sich unbeeindruckt. Der verunsicherte und orientierungslose Tomek klammert sich nun emotional an die Leiterin, da er in sie verliebt und von ihrem fanatischen Idealismus beeinduckt ist. Als das Lager im Zeichen der politischen Veränderungen aufgelöst wird, bleibt Tomek ratlos zurück..

Donnerstag, 22.09.2005, 20.00 (!)

Theater: „Solaris“ nach Stanislaw Lem und lesen im Anschluss eine szenische Variante von Lems Futorologischem Kongress.

Solaris – Theater-Experiment mit dem Lem-Roman

Die erste deutsche Textfassung des Sci-Fi-Klassikers Solaris fürs Theater stammt aus den Händen Aron Kitzigs und Jonas Zipfs. Das Augenmerk der daraus folgenden Inszenierung liegt auf den zwischenmenschlichen Beziehungen in einer Extremsituation an Bord eines Raumschiffs. Stanislaw Lem beschreibt in seinem 1968 erschienenen Roman die Situation dreier Forscher überhalb eines rätselhaften Planeten, die sich den realen Verkörperungen ihrer verdrängten und unverarbeiteten Vergangenheit ausgesetzt sehen: Der Psychologe Kelvin trifft an Bord der Raumstation auf seine auf der Erde verstorbene Frau…

Regisseur Jonas Zipf verlegt das Geschehen in ein totales Dunkel – die Zuschauer werden zu Zuhörern, Zu-Riechern, Zu-Fühlern. Sie erleben die Bedrängnis der Wissenschaftler simultan mit und erschaffen den Planeten Solaris mit ihrer eigenen Fantasie aktiv selber. Eine wesentliche Komponente dieser „im Dunkeln tappenden“ Inszenierung bildet die von Paul Frick eigens für dieses Projekt komponierte Musik, die über athmosphärisches Klangmaterial hinaus für sich selber stehen und damit für die Solaris steht. Die denkbar schwierige Herausforderung für einen Bühnenbildner nimmt Samuel Hof an, indem er den dunklen Raum so gestaltet, daß sich anhand von Vorgängen; Bewegungen, Geräuschen und Gerüchen auch in der totalen Finsternis ein räumliches Gefühl entwickelt. Lenard Gimpel als Kelvin, Raphaela Morgenroth als Harey, Steffen Klewer als Snaut und Daniel Jaroszewski als Sartorius nehmen das Publikum mit auf eine Reise gen Solaris.

Es spielen: Lenard Gimpel, Raphaela Morgenroth, Steffen Klewar, Daniel Jaroszewski

Begleitend wird es an allen drei Tagen eine Foto-Ausstellung von Harry Weber und Aron Kitzig geben

Freitag, 23.09.2005, 20.00 (!)

Theater: „Solaris“  nach Stanislaw Lem im Anschluss eine „solaristische“ Musik auf

Solaris – Theater-Experiment mit dem Lem-Roman

(s.a. Information vom 22.09.2005)

Samstag, 24.09.2005, 20.00 (!)

Theater: „Solaris“ nach Stanislaw Lem im Anschluss eine „solaristische“ Party

Solaris – Theater-Experiment mit dem Lem-Roman

(s.a. Information vom 22.09.2005)

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Montag, 26.09.2005

Vereinssitzung, Anfragentag (20.00 bis 22.00)

Dienstag, 27.09.2005, 21.00

Klubabend

Mittwoch, 28.09.2005, 21.00

Film: „polski film“

Polnisches Kino von klassisch bis neu, von genial bis grauenvoll, immer im Original, immer mit deutschen oder englischen Untertiteln, immer mittwochs, immer 21.00, immer „pay after“ (ca. 1,- Euro).

Diesmal: „Zmory“ / „Gespenster“ PL 1978 (OFU) R: Wojciech Marczewski

„Zmory“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Emil Zegadlowicz, der 1935 publiziert wurde. Das Buch war damals heftig umstritten, weil es das Bildungssystem scharf kritisierte und gewagte Beschreibungen erotischer Szenen enthielt.

Eine höchst eigenwillige Literaturverfilmung; treffend in der Darstellung der gesellschaftlichen Verhältnisse im polnischen k.u.k. Galizien und in der feinfühligen Beobachtung der Hauptfigur.

(Lexikon des Internationalen Films, Bd. 3, Reinbek 1995, S. 2004)

Mikolaj Srebrny wohnt bei seinem Vater, einem pensionierten Lehrer, in ländlicher Abgeschiedenheit im von Österreich besetzten polnischen Teil Galiziens vor dem Ersten Weltkrieg. Der Eintritt ins Gymnasium macht einen Ortswechsel von Wolkowice in die Kreisstadt notwendig. Er wohnt zunächst bei seinem Onkel, einem Alkoholiker. Mikolajs Leben unterscheidet sich von nun an grundlegend von dem seiner Kindheit. Der empfindsame Junge hat große Probleme, sich mit seiner neuen Umgebung zu arrangieren. Der Tod des Vaters verstärkt den Schock. Als der Onkel übersiedelt, verbleibt Mikolaj in der Obhut der Großmutter. Neben militärischer Zucht, religiösem Fanatismus und der Inhumanität der Lehrer muss er nun auch die emotionale Kälte von Mutter und Großmutter ertragen. Während der Sommerferien lernt er einen Jungen kennen, der ihm auf rüde Weise sexuelle Aufklärung zuteil werden lässt. Die heimliche Beobachtung eines Liebesakts schockiert ihn. Den einzigen Lichtblick bringt die Ankunft eines neuen Physiklehrers, der die Zuneigung der Schüler mit aufklärerischen Ideen gewinnt. Das bleibt der Schulleitung nicht lange verborgen…

Donnerstag, 29.09.2005, 21.00

Ausstellungseröffnung: Lisa Tembrink (Brasilien) „Viva Vila Velha“ – Foto-Bilder-Instalation (noch bis 06.10.2005)

Freitag, 30.09.2005, 21.00

Lesung: Klaus Nüchtern (Wien) liest u.a. aus seinem Band „Kleine Quittenkantate für Kastratensopran und Querflötenquintet nüchtern betrachtet“

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